ASTRONOMIA NOVA STELLARUM ANATIUM
von paTrick Martin
Stella anatium, die "Erde" des Entenhausen – Universums, zieht ihre Bahnen in einer Weltgegend, die sich in vielen Belangen von der unsrigen unterscheidet. Die mit dem vorliegenden Aufsatz beginnende Reihe wird sich den verschiedenen Himmelskörpern dieser Welt in lockerer Reihe zu nähern suchen. Neben der Erde selbst, den Nachbarplaneten und ihren Bewohnern findet in Entenhausen der Trabant des Heimatplaneten gemeinhin das größte Interesse – daher soll ihm (bzw. ihnen) die Ehre gebühren, den Reigen zu eröffnen:
PARS
I:
De Lunis.
(Völlig überarbeitete Fassung des Vortrages auf dem 26. Kongress in Oldenburg sowie stark verfremdetes Gedächtnisprotokoll meines eiligen Vortrages in Heidelberg 2004)
Abb.1: Herr Duck auf dem Mond, mangelhaft ausgerüstet: Kein Sprit, kein Raumanzug, dafür mit Zahnbürste.
Auch dem ungeübten Donaldisten fällt leicht das scheinbare Paradoxon ins Auge, das sich bei der Betrachtung der verschiedenen Barksschen Berichte von Besuchen des Erdtrabanten auftut: Bewegen sich die Besucher in WDC 93 noch ohne besondere Ausrüstung auf des Mondes Oberfläche (Abb. 1), so wird bei allen künftigen Besuchen offenbar ein Raumanzug mit Helm benötigt (Abb. 2).

Abb. 2: Ein ordentlicher Astronaut verfügt über einen Raumhelm

Hierbei ist des Weiteren auffällig, dass zumindest bei einigen Berichten eine Atmosphäre durchaus noch vorhanden ist: Rauch und Staub bilden bei Lande- und Startvorgängen Wolken (Abb. 3) – dies ist nur unter atmosphärischen Bedingungen möglich (Abb. 4), im luftleeren Raum tritt weder Staub noch Rauch in Wolkenform auf (Abb. 5).
Abb. 3: Rauchzeichen auf dem Mond liefern den Beweis für die Existenz einer Atmosphäre


Abb.
5: Rauchloser Start eines
Mondlandegerätes (Apollo 15). Herzlichen Dank den Damen und
Herren
von
der Nordamerikanischen Weltraumbehörde.
Das Ganze gibt auch als Filmchen unter http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a17/a17v_1880127.mpg
Den näheren Grund, warum Staub und Federn auf dem Mond zu Boden fallen wie ein Hammer bekommt man unter http://www1.jsc.nasa.gov/er/seh/feather.html erklärt.

Betrachten wir zunächst ein oft und gerne gezeigtes Bild (Abb. 6): Der Mondfahrer Donald Duck im Gegenlicht, im Hintergrund die Tagseite der Erde (in der Denkblase eine weiterhin ungeklärte Frage).
Abb. 6 Eine
chinesische
Weisheit
lehrt uns: "Wende Dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten
hinter Dich". Ist in diesem Falle jedoch nicht anwendbar.
Wenn
man frontal auf die
Tagseite der Erde blickt, hat man die Sonne im Rücken. Welche
Lichtquelle wirft dann aber Donalds Schatten? Irgendwo
außerhalb
des Bildes, sozusagen links vorne, muss es eine starke Lichtquelle
geben. Abb.
7:
Abnehmender Mond, glatt. Abb.
8: Zunehmender Mond, mit Profil
Einen
beweiskräftigen Hinweis auf diese
Lichtquelle finden wir zurück auf der guten alten Erde, in FC
108/2. Hier beobachten wir einen
scharfen Lunationswechsel von abnehmend
(Abb. 7) zu zunehmend
(Abb. 8) innerhalb von Minuten.
Gleichzeitig ändert sich das Profil der Mondsichel: Ist der
abnehmende Mond noch glatt, so hat der zunehmende ein
"Näschen".


Sofern der Mond nicht mit relativistischer Geschwindigkeit um die Erde saust (und das tut er nicht, da sich Ebbe und Flut auf stella anatium sonst minütlich abwechseln müssten) kann es hierfür nur eine Erklärung geben: Es gibt mehr als einen Mond. Und da in Entenhausen die Verdrillingung ihren locus typicus hat, werde ich im Weiteren zeigen, dass es der Monde (mindestens) drei gibt. Diese seien nun im Einzelnen vorgestellt:
Abb. 9: Mondumrundung,
Rücksturz zur Erde
Die nämliche Umrundung dieses Mondes ist gut dokumentiert. Mit Hilfe eines genialen Treibstoffes gelingt es dem Privatmann Duck, in einer selbstgebauten Rakete den Mond zu umrunden (Abb. 9).
Die Verkraterung ist nur mäßig ausgeprägt. Der Mond zeichnet sich durch eine recht eigentümliche Landschaftsform aus, die durch hohe kegelförmige Gebirge gekennzeichnet ist. Die außerordentlich steile Topographie legt die Vermutung nahe, dass diese Berge nicht der erodienden Wirkung einer Atmosphäre ausgesetzt sind.

Bei Vollmond (Abb. 10) scheint dieser Mond verschmitzt zu lächeln (im Gegensatz zu dem anscheinenden ungläubigen Erstaunen, welches das Mondgesicht unseres eigenen Erdmondes an den Tag bzw. die Nacht legt). Das gleiche Lächeln begegnet uns in WDC 270, augenscheinlich handelt es sich um den selben Himmelskörper.
Abb. 10:
Man beachte die Fragestellung: Hier gilt es
einen Mond
wiederzuerkennen, also von anderen zu unterscheiden!

Abb.11: Das gleiche zufriedene Lächeln
Im Profil hat dieser Mond das bereits oben erwähnte Näschen (Abb. 12). Es handelt sich um einen der steilen Mondgebirgsgipfel, der offenbar weit über die Mondhorizontlinie herausragt (vgl. Abb. 9!).


Abb.12: Bemerkenswert sind auch die Lichtquellen innerhalb der abgedunkelten Mondscheibe: Offenbar handelt es sich um gut beleuchtete Mondbasen (s. Abb. 12a).
2.
Der Mond
mit atembarer
Atmosphäre (MmaA)
Dieser
Mond
verfügt
als offenbar einziger über eine atembare Atmosphäre
(Abb. 6).
Er erfüllt somit eine wesentliche Voraussetzung für
die
Entstehung von Leben und ist
von Wesen bewohnt, die sich von
artesischen Kohlenwasserstoff – Quellen ernähren.
Abb. 13: Der Horizont ist flach.
Die
erodierende Wirkung der Atmosphäre
hat die Gebirge dieses
Mondes fast vollständig eingeebnet (Abb. 13). Die
Horizontlinie
wird nicht von herausragenden Bergen gestört, sie erscheint
kreisrund.

Das
Fehlen besonderer
topographischer Erhebungen lässt diesen Mond im direkten
Auflicht
(= Vollmond) als kreisrunde Scheibe ohne besondere Merkmale, gleichsam
"gesichtslos", erscheinen (Abb. 14). Auch bei seitlicher Beleuchtung
treten keine besonderen topographischen Merkmale an der Horizontlinie
auf (Abb. 15).


Abb. 16: ¯ ... durch die Abendwolken hin. Gutes Altes Deutsches Liedgut im Weltenraum.
Unser alter Mond ist offenbar an seinen Kratern erkenntlich (Abb. 16). Es scheint dabei weniger deren Verteilung, als vielmehr deren Form, nämlich mit hoch aufgeworfenen Rändern, gemeint zu sein. Sie und die auch hier deutlich heraustretenden Mondgebirge geben der Horizontlinie ein deutlich wahrnehmbares Profil (Abb. 17 und 18).

Abb. 17: "Unsre
grüne Erde"?
Soll das etwa bedeuten, dass es noch andersfarbige
Heimatplaneten gibt?

Abb. 18: Diese Kraterwülste ...
Bei seitlicher Beleuchtung werfen diese Berge einen Schatten oder ragen in das Sonnenlicht hinein. Es entsteht bei abnehmendem Mond der Eindruck einer kleinen Nase und eines kleinen Mundes (Abb. 19).

Abb.
19: ... sind bis in die Entenhausener Schlafzimmer sichtbar. (Der
diagonale Lichtstreifen auf der Nachtseite des Mondes stellt ein
Artefakt der Aufnahmeoptik (Blick durchs geschlossene
Schlafzimmerfenster) dar.

Von der Erde aus gesehen weist Unser alter Mond große Ähnlichkeiten mit dem Erdmond von terra hominium auf (Abb. 19a)

Abb. 20: Unser alter Mond, von Australien aus gesehen, ...
Bei
Vollmond gibt
sich Unser
alter Mond, je nach Blickwinkel,
eher indifferent (Abb. 20) bis
indigniert (Abb. 20a). Möglicherweise entspricht seine
Eigenrotation auch nicht seiner Umlaufzeit, so dass der Erde stets
wechselnde Seiten zugewandt sind und sich so unterschiedliche
"Mondgesichter" ergeben.

Abb. 20a: Der gleiche Mond aus dem Blickwinkel der Karibik.
4. Der Goldmond
Abb.
21: Goldmond
und Unser
alter Mond.
Der Goldmond ist ein Himmelskörper, der offenbar von einer außerirdischen Macht auf einer künstlichen Bahn hinter Unserem alten Mond verborgen wird. Der Energieaufwand hierfür ist immens [1].
Da es sich bei Unserem alten Mond um denjenigen handelt, hinter dem sich der Goldmond verbarg (Abb. 17 und 21), liegt der Gedanke nahe, dass es sich bei ihm auch um denjenigen Mond handelt, auf dem das Mondgold gefunden wurde. Das Gold wäre dann durch den Aufprall des Goldmondes dorthin gekommen. Hierfür sprechen eine Reihe von Indizien:
5. Zusammenfassender überblick
Der Planet, auf dem der Stadtstaat Entenhausen liegt (gemeinhin als stella anatium bezeichnet), wird von mindestens drei unterschiedlichen Monden umkreist, die sich im Hinblick auf ihre Topographie und atmosphärische Zusammensetzung deutlich voneinander unterscheiden (s. Tabelle im Anhang).
Abb. 22a: Schematische
Darstellung des
Erde-Monde
– Systems. Größen und Entfernungen sind
nicht
maßstäblich.
Abb.
22b:
Schematische Darstellung der
Abschattungen der Himmelskörper
Abb.
22c: Mondphasen, von der Erde aus gesehen.
Da auch der Entenhausener Kalender eine lunare Einteilung hat (4 Wochen entsprechen 4 Mondphasen entsprechen 1 Mondmonat) und der scheinbare Durchmesser der Monde dem unseres Erdmondes entspricht, darf zudem angenommen werden, dass die absoluten Bahndaten der Entenhausener Monde und des Erdmondes sehr ähnlich sind (s. Anhang).
Abb. 23:
Rekonstruktion der Beleuchtungssituation
aus Abb. 6
6. Ausblick
Es ist nicht auszuschließen, dass es über die drei nachgewiesenen natürlichen Monde hinaus weitere gibt. Insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, dass sich in Entenhausen unbekannte Planeten in der Nähe der Erdbahn befinden (z.B. Walhalla oder der unbekannte Planet aus "Die Erbuhr"), dürften weitere Forschungen in dieser Richtung noch manche überraschung bergen.
In
diesem Zusammenhang erscheint es auch rätselhaft, wieso der
Entenhausener Sternwarte Planeten unbekannt sind, die bereits
Uhrmachern geläufig sind oder es zumindest einmal waren. Es
stellt
sich zudem die Frage, warum es verschiedene Monde um den Planeten
Entenhausens gibt, diese aber (zumindest in der Alltagssprache) nicht
unterschieden werden [2].
Schließlich ebenso ungeklärt ist die Frage nach Herkunft und Verbleib der heimatlosen Mondkälber (Abb. 24).
Abb. 24: Warum nur fühlt man sich in Entenhausen für das Wohlergehen außerirdischer Rinder verantwortlich? Hat man etwa etwas mit deren Heimatlosigkeit zu tun?
Anhang: Wesentliche Daten der
Entenhausener Monde
|
MOND |
Der
Mond, den Donald als |
Mond
mit |
Unser alter Mond |
Goldmond |
|
Durchmesser |
Wahrscheinlich dem Erdmond ähnlich, da gleicher scheinbarer Durchmesser: 3.476 km |
Ca. 100 km |
||
|
Masse |
Wahrscheinlich dem Erdmond ähnlich, da gleicher scheinbarer Durchmesser: 7,35·1022 kg |
1,01 * 1018 kg [3] [4] |
||
|
Mittlere Dichte |
Wahrscheinlich dem Erdmond ähnlich: 3,35 g/cm³ |
19,32 g/cm³ [5] |
||
|
Oberflächenschwerkraft |
Wahrscheinlich dem Erdmond ähnlich: 1,62 m/s² |
0,50 m/s² [6] |
||
|
Bahndaten |
Bahnradius: 384.400 km von der Erde entfernt Umlaufzeit: 27,3217 Tage (= Rotationsperiode |
Ursprünglich einige hundert km hinter Unser alter Mond, jedoch wahrscheinlich auf letzteren gestürzt. |
||
|
Verhältnis
|
Wahrscheinlich 1 |
unbekannt |
Wahrscheinlich <> 1 |
unbekannt |
|
Atmosphäre |
Keine |
Atembare
|
Vorhanden,
|
Keine |
|
Topographie |
Hohe Gebirge |
Viele
Krater, aber |
Mittelhohe
Krater |
Verkratert, aber flach |
|
Mineralische
|
- |
Artesische Quellen flüssiger Kohlenwasserstoffe |
Gold |
Ausschließlich Gold |
|
Exobiologie |
Mondbasen? |
Mondwesen |
Heimatlose Mondkälber? |
Muchkale (Venusianer) |