Quantenchronodynamik des stella - anatium - Universums

von paTrick Martin

 

VORBEMERKUNG

 

 

 

 

 

"Wir wissen heute aus der Atomphysik, das alles möglich ist." (U$ 10 / TGDD 104/2)

 

 

 

Meine Damen und Herren,

 

die Atomphysik hat sogar noch einen draufgesetzt. Man vermutet heute gar, daß tatsächlich alle Möglichkeiten auch tatsächlich realisiert sind. Ich verweise hierbei auf die Arbeiten von Andrei Linde, in denen gezeigt wird, daß die Unstimmigkeiten des Standard - Urknallmodells sich in Wohlgefallen auflösen, wenn man von einer "inflationären" Frühphase des Universums ausgeht, in der sich das Universum aufgrund von Quantenfluktuationen in den ersten Sekundenbruchteilen seiner Existenz bereits auf kosmische Dimensionen ausgedehnt hat. Solche  Quantenfluktuationen treten prinzipiell auch am Rande des Universums auf, so daß sich hier ständig neue Blasen von Universen bilden (s. Abb.),  in denen es u.U. zu einem erneuten Urknall kommt.

Diese Universen dürften sich freilich stark von dem unsrigen unterscheiden, sie müssen weder dieselben Elementarkräfte aufweisen und noch nicht einmal in denselben Dimensionen liegen.

Wesentlich ist hier vor allem, daß sich dieser Prozeß der Entstehung von Universen ad infinitum wiederholt. Demnach ist die Zahl der existierenden Universen unendlich groß. In einer unendlich großen Menge ist aber jede noch so geringe Wahrscheinlichkeit realisiert, jede nur denkbare Möglichkeit ist wahr. Mit anderen Worten:

 

Entenhausen existiert.

 

Leider ist den Physikern aufgrund unserer Beschränktheit auf drei kleine Dimensionen der Blick in andere Universen verwehrt. Dem Donaldisten jedoch tut sich mit dem Barksschen Werk durchaus ein Fenster in eine andere Welt auf. Der Donaldist denkt sich nicht nur, daß Entenhausen existiert. Er versucht diese Welt einer rationalen Erklärung zuzuführen:

Aus: LINDE; A.: Das selbstreproduzierende inflationäre Universum. Spektrum der Wissenschaft Dossier Planten, Sterne, Weltraum. Heidelberg 1998.

 

 

1.         THEORIE der Quantenchronodynamik des stella - anatium - Universums

 

Materie wird aus uns wohlbekannten Elementarteilchen aufgebaut. Das dem Namen nach unteilbare Atom besteht aus Protonen, Neutronen und Elektronen. Und selbst diese werden aus noch elementareren Teilchen, den sog. Textfeld: Quarks

 

(ausgesprochen "Kwoox") aufgebaut[1]. Quarks zeichnen sich durch eine Reihe teils absurd anmutender quantenmechanischer Eigenschaften (sog. "Farbkräfte") aus, die mit Eigenschaftsworten aus der makroskopischen Welt beschrieben werden Die sechs Quarks "up", "down", "top", "bottom", "charm" und "strange" kommen jeweils noch in drei verschiedenen Farbladungen "rot",  "grün", "blau"  bzw. den umgekehrten Farbladungen "antirot",  "antigrün", "antiblau"  vor, so daß man heute insgesamt 36 Quarks unterscheidet. Die mengenmäßige Verteilung der einzelnen Quarksorten wurde im Verlauf des Urknalls mehr oder weniger zufällig festgelegt, einige Sorten kommen in unserem Universum offensichtlich überhaupt nicht vor. Des weiteren kennt man heute einige Dutzend verschiedene subatomare Teilchen sowie deren Antiteilchen. Diese werden entweder aus Quarks aufgebaut oder vermitteln Kräfte zwischen ihnen.

Im Universum Entenhausens scheinen einige der uns geläufigen Naturgesetze keine Gültigkeit zu besitzen. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, daß hier exotische Materieformen existieren. Auf subatomarer Ebene sind dies die Textfeld: Quaks.

Quaks[2] entsprechen in den meisten ihrer Eigenschaften (Farbe, Geschmack etc.) den uns bekannten Teilchen, die auch im Entenhausen - Universum vorkommen. Einige Quaks weisen jedoch gravierende Unterschiede auf

 

 

 

Das wichtigste neue Quak ist das

·        Antigravitations - Quak ("away" - Quak), bei dem das Vorzeichen der Masse umgekehrt ist. Es ist Träger einer antrigravitativen Kraft (U$ 151 / TGDD 66).

 

Ein Atomkern, welcher Antigravitationsteilchen, also positive Massen abstoßende Teilchen enthält, müßte eigentlich augenblicklich zerplatzen. Um die gravitative Abstoßung innerhalb des Atomkernes zu überwinden, ist daher eine besonders starke Kraft nötig. Der Träger dieser Kraft, der "Besonders starken Wechselwirkung" ist das

 

·        "near" - Quak.

Die Besonders Starke Wechselwirkung hat eine äußerst geringe Reichweite von 10 E-32 cm. Sie ist daher makroskopisch anhand der Barksschen Überlieferung kaum nachweisbar.

Je zwei away- Quaks und ein near - Quak verbinden sich also zu Neutronen oder Protonen mit negativer Masse. In Analogie zur Antimaterie ist diese exotische Matreie sogenannte Anamaterie, auf nuklearer Ebene also Ana - Neutronen oder Ana - Protonen, die zu den Ana - Baryonen zusammengefasst werden. Sie sind die Träger der Antigravitation im Universum Entenhausens. Das Ana - Baryon ersetzt im Atomkern "normale" Neutronen oder Protonen.

Wird ein Ana - Baryon von einem Graviton (dem Träger der Gravitation) getroffen (s. Abb.), so zerfallen seine Quaks unter Emission einer ganzen Reihe neuer Teilchen. Im einzelnen sind dies:
·  Strahlung unbekannter Wellenlänge (CPG Y-1 / CBL-DD 6). Hierbei handelt es sich um Photonen, deren Energie prinzipiell nicht vorhersagbar ist.
·        das Antichroniton I welches sich mit Überlichtgeschwindigkeit bewegt. Es stammt vom away - Quak, daher entstehen zwei davon. Sie werden an die nächsterreichbare Materie gebunden. Dies ist keine Bindung im chemischen Sinne, sondern eine Absorption im quantenmechanisch - chronodynamischen Sinne: Die Antichronitonen werden dabei locker an die Materie gebunden. Da sie sich aufgrund ihrer trans-relativistischen Geschwindigkeit in der Zeit rückwärts bewegen, steigt die Entropie in ihrer näheren Umgebung an. Dies ist im mechanistischen Weltbild eigentlich nicht möglich, und daher entlädt sich der Überschuß an antichronitöser Energie des öfteren nach außen, was zu teils absurd anmutenden Effekten führen kann (WDC 32 / TGDD 10). Dies sind makroskopisch messbare quantenchronodynamische Effekte, auf die wir noch zu sprechen kommen werden.

 

·        das Antichroniton II mit unendlich großem negativem Spin (es stammt vom near - Quak, es entsteht je Zerfallsereignis daher nur eines). Es hat keinen Ortsimpuls, dafür einen Drehimpuls mit unendlich großem Betrag. Schnelle Drehbewegungen können im Entenhausen - Universum zu Veränderungen der Realitätsebene führen (U$ 37/2 / TGDD 85/6). Das Antichroniton II verläßt hierbei das Entenhausen - Universum vollständig. In welchem Universum es landet, hängt von multidimensionalen Vektoren ab, über die uns keine verläßlichen Daten vorliegen. Prinzipiell besteht hier aber grundsätzlich die Möglichkeit des Informationsaustausches zwischen dem Entenhausen - Universum und dem unsrigen. Hier wäre also zumindest eine theoretische Erklärung gegeben, wie Carl Barks (Abb.) diese Informationen empfangen haben könnte. Ich taufe das Antichroniton II daher Barkson.

 

 

Carl BARKS: Selbstbildnis

 

 Die Quaktheorie ermöglicht es uns, eine ganze Menge problematischer Phänomene zu erklären. Die Betrachtung der Barksonen können wir hierbei beiseite lassen, da sie im Moment ihres Entstehens das Entenhausen - Universum bereits verlassen haben und somit keine Wechselwirkungen mehr zeitigen.

Anders hingegen die Antichronitonen der Klasse I. Sie sind für eine Vielzahl makroskopischer Effekte verantwortlich.

 

 

2.         Makroskopische Effekte

 

2.1       Weniger als nichts: Antigravitation

 

Beginnen wir aber bei den Effekten, die durch Teilchen mit negativer Masse hervorgerufen werden:

Gegenstände mit negativer Masse finden wir des öfteren im Entenhausen - Universum, auf orientalischen Jahrmärkten genauso wie im Labor von Ingenieur Düsentrieb. Er erfindet beispielsweise ein Gas, welches in der Lage ist, einen metallischen Körper mit ca. 20% des eigenen Volumens zum Schweben zu bringen (WDC 242 / TGDD 30/3). Da Luft aber auch in Entenhausen deutlich leichter als 20% eines metallischen Festkörpers sein muß, ist dieses Phänomen durch Auftrieb allein nicht mehr zu erklären[3]. Hier ist Antigravitation im Spiel. Das von Ingenieur Düsentrieb erfundene Gas ist offensichtlich zumindest teilweise aus Anamaterie aufgebaut.

Gase leichter als Luft sind an sich nicht ungewöhnlich. Dieses als "Wasserstoff" bezeichnete Gas jedoch ist sogar weitaus leichter als nichts, es hat mithin ein negatives Gewicht (U$ 9/3 / TGDD 78). Es handelt sich um ein Ana - Isotop des Wasserstoffs, den sog. leichter Wasserstoff.
Gravitation und Antigravitation sind auch technisch herstellbar (FC 1095/4 / TGDD 106/3). Hier wieder eine Düsentriebsche Erfindung, die anziehende sowie abstoßende Kräfte herzustellen vermag.[4]

 

2.       Chemie

 

Enthält ein chemisches Element Ana - Neutronen, so wird nur das Gewicht des betreffenden Atoms herabgesetzt. Handelt es sich hingegen um ein Ana - Proton, ändern sich die chemischen Eigenschaften des Elementes bzw. wird hierdurch eine neue Klasse von Elementen mit besonderen Eigenschaften geschaffen.

Halbwegs stabile Elemente sind heuer nur noch im Bereich der künstlich hergestellten überschweren Elemente zu finden (so wurde gerade kürzlich No. 114 mit einem Atomgewicht von mehr als 280 hergestellt). Die neuen Elemente aus den Entenhausener Überlieferungen scheinen aber ein normales Gewicht zu haben.

Eine große Kugel Bombastium kann ohne weiteres von einem Knaben getragen werden (U$ 17/2 / TGDD 116).

 
Einige neue Elemente sind uns nur durch ihr chemisches Kurzzeichen überliefert: E, A und M (FC 1095/2 / TGDD 92) sowie Q und T (CBL VI / BL -DÜ 2).
Weitere unbekannte Elemente sind Columbium, Gibsnixium, Ratmalium, Nixissium (U$ 18/2 / TGDD 80).
Die Eigenschaften der meisten neuen Elemente (s.o.) sind nicht überliefert. Eine Ausnahme bildet hier Super Meson 235 (die 235 steht wahrscheinlich für den Betrag des Atomgewichtes). Es ist bekanntlich in der Lage, das Molekulargefüge zu ändern (U$ 19/3 / BL-DÜ 1/9). Der hier zu sehende äußerst leicht verformbare Zehner war offenbar unter dem Einfluß von Super Meson 235 (U$ 5 / TGDD 90).
Bombastium zeichnet sich durch seinen fraktalen Geschmack aus, ist leichtwiegig, sieht aus wie gefärbtes Eis und man nimmt an, es könnte sich zur Kernspaltung eignen (U$ 17/2 / TGDD 116).
Da man sich noch nicht einmal bei Wasserstoff über seine chemischen und physikalischen Eigenschaften sicher sein kann, gilt dies um so mehr für all die anderen Elemente. Erst so werden Verbindungen wie der hier dargestellte Bariumhydroxid - Tricyanojodsulfit - Komplex möglich (FC 1095/2 / TGDD 92) oder die Synthese von dreigestrichenem Trinitrotoluol aus Methylen und Ammoniak (WDC 44 / CBL 3).
Eine Lockerung des Molekurgefüges, wie sie beispielsweise durch Super Meson 235 bewirkt wird, kann bei belebter Materie zu Instabilitäten in der Form führen. Die formwandelnden Eigenschaften des Morphothels[5] sind also möglicherweise auf die Wirkung obskurer chemischer Elemente zurückzuführen. Auch spielen hier gewiß die bereits erwähnten Antichronitonen eine gewisse Rolle.



2.2       Der Zweite Hauptsatz und seine Auswirkungen auf Glück und Unglück

 

Durch den ständig stattfindenden Zerfall von Quaks gibt es im stella anatium - Universum ein gewisses Hintergrundrauschen, verursacht durch Antichronitonen, ähnlich unserer kosmischen Strahlung. Bei Anwesenheit von Antichronitonen ist der Zeitstrahl in deren nächster Umgebung zeitweise verbogen, der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik hat hier daher keine absolute Gültigkeit mehr. Die Erkenntnis, daß dieses fundamentale Grundprinzip zeitweise verletzt wird, ist fast so alt wie der Donaldismus selbst[6]. In diesem Zusammenhang immer wieder gerne zitiert: Das Schatzkartenereignis (DD 46 / TGDD 46/2). Hier nimmt unter Missachtung der uns bislang bekannten physikalischen Gesetze der Ordnungsgrad zu. Durch die Einwirkung von Antichronitonen wird das Prinzip der Kausalität aufgehoben. In Entenhausen geschehen daher die unwahrscheinlichsten Dinge (WDC 154 / MM 4/54).


 

 

 

 

 

 

 

Antichronitonen können leicht an Materie gebunden werden. Gegenstände können damit regelrecht aufgeladen werden und so Glück und Unglück, Erfolg und Versagen beeinflussen. Solche Gegenstände begegnen uns in Entenhausen des öfteren. Der Glückszehner ist dafür bekannt, ein wesentlicher Faktor im Duckschen Wirtschaftsimperium zu sein (U$ 46/1 / TGDD 59). Dagoberts ökonomischer Erfolg kommt also nicht von ungefähr.
Eine weitere von Dagobert genutzte Antichronitonenquelle ist im übrigen ein Nichtmetall: Der spezielle rote Sand der Oase No Issa dient
offensichtlich ebenfalls als Antichronitonenquelle (FC 291 / TGDD 79/1).
Die Wirkung der Antichronitonen kann   - je nach spin - wie hier beim Katzenaugen - Opal Glück (WDC 252 / MM 42/1962/1)
oder wie hier beim Abbadon - Diamanten, Unglück bringen (U$ 70 / TGDD 92).
Das "Glück" (s. Abb.) ist dabei merkwürdigerweise u.U. von geregelten Besitzverhältnissen abhängig (WDC 32 / TGDD 101).

Der Übergang der Antichronitonen von "glücklichen" Männern auf  Edelmetalle wird in Fachkreisen als Midas - Effekt bezeichnet (U$ 36 / TGDD 119).

Antichronitonen spielen in der Hexerei eine tragende Rolle. Sie verleihen die Macht, die Realität zu ändern und sind daher heiß begehrt. Die Antichronitonenladung wird dabei auf das Arbeitsgerät, zumeist einen Stab oder auch ein Amulett transferiert (U$ 43 / TGDD 84). Gundel Gaukeley und ihre Berufskolleginnen sind auf die Wirkung von Antichronitonen zwingend angewiesen. Ohne Antichronitonenquelle sind Hexen aufgeschmissen (FC 203/2 / BL-DD 9). Erst die Wirkung der Antichronitonen ermöglicht ihnen eine ganze Palette mehr oder weniger unwahrscheinlicher "Zaubertricks" wie das Gesichtstauschspray oder das Verwandeln ganzer Personen (U$ 43 / TGDD 84). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ist die Antichronitonenwirkung im übrigen in Form von sichtbarem Licht zu erkennen. Diese Leuchterscheinung wird von Laien auch als "Fragwürdige Funken" bezeichnet. (DD 26/2 / TGDD 86).

Antichronitonen können, wie hier deutlich zu sehen ist, auch an belebte Materie gebunden werden.

Bei bestimmten Personen ist diese Bindung von Dauer:

Gustav Gans hat das Glück gepachtet und ist  in keiner Weise auf das Tragen von Antichronitonenquellen angewiesen: Das Glück hängt an Gustav selbst, nicht an seiner Pfote (FC 1047/5 / MM 2/62).

Das Glück von Gustav Gans liegt möglicherweise darin begründet, daß er als Kind einem heftigen Antichronitonen - Schauer ausgesetzt war. In seiner Umgebung ist der temporale Vektor dauerhaft zu seinen Gunsten verbogen[7].
Nicht nur Gustav Gans vertraut den Mächten des Glückes (WDC 251 / MM 30/1962), auch der Knoblist nutzt die Gesetze der Unwahrscheinlichkeit. Knoblismus funktioniert: Donalds Suche nach Prof. Poth scheitert einzig am Photonenmangel im mangelhaft beleuchteten Flur (WDC 149 / MM 2/54).
Technologisch perfektioniert wird der Knoblismus selbstverständlich von Ingenieur Düsentrieb (FC 1095/2 / BL-DÜ 4).
   

 

2.5       Technische Anwendungen

 

In einer Welt, in der die Wirkungen von Antigravitonen und Antichronitonen zur alltäglichen Erfahrung gehören, nimmt es nicht Wunder, daß man sich diese auch technisch nutzbar macht.

Wie bereits GERBER vermutet[8], basiert die Wirkungsweise der Q - Bombe auf der  Bindungsenergie der Quarks. Dies gilt selbstverständlich auch für die von Herrn Duck erfundene sog. "Atom-Bombe".

Dieses destruktive Prinzip wird nach GERBER beim Protonengenerator (DD 60 / TGDD 93), und wohl auch beim Atomdezimator im Vergrößerungsmodus (man beachte den Massenzuwachs!) (U$ 33/2 / TGDD 53), umgekehrt. Die Energiequelle für diese Apparate bleibt rätselhaft, möglicherweise wird das Problem der Energieerhaltung durch gezielte Quantenfluktuationen umgangen.

 

 

   

 

ANTICHRONITONEN

Der Kobold - Kompensator bzw. Idol - Irritator ist ein hochkomplexer interaktiver Antichronitonendetektor. Er versagt jedoch - wahrscheinlich aufgrund einiger falsch berechneter Algorithmen (DD 26 / TGDD 91).

 

Zu seiner Herstellung benötigt man neben Atomkernen... (DD 26 / TGDD 91) einen luminösen Knatterkranz. Dieser stellt eine hochenergetische Entladung von fragwürdigen Funken dar, also eine heftige Antichronitonenentladung (DD 26 / TGDD 91).

Der Knatterkranz kann zur Not auch durch einen Kugelblitz ersetzt werden (FC 275 / TGDD 80).

An dieser Stelle sei im übrigen erwähnt, daß auch andere akustische Merkmale beobachtet wurden (Fut!). Die Ausbreitung der Strahlung selbst, geschieht, wie es ihre Art ist, lautlos, aber durchaus sichtbar (CPG Y-1 / CBL-DD 6).
 Der Idol - Irritator besteht aus einem Antichronitonenscanner mit angeschlossenem Elektronenhirn, welches die Analyse des vermessenen Antichronitonenfeldes übernimmt. Dies ist auch das Funktionsprinzip der Düsentriebschen Zeitkamera, hier nur mit anderer Aufgabenstellung (CP 8 / TGDD 88).
Auch der "Alleswisser" ("Awrk...") analysiert das Antichronitonenfeld (U$ 16/3 CBL-DÜ1). Daniel Düsentrieb scheint also einige seiner Erfindungen auf das Prinzip der Antichronitonenanalyse aufzubauen.
Der Wünschelbrunnen stellt hingegen eher einen Antichronitonengenerator dar (U$ 25/3 CBL-DÜ2).

 

Eine hochinteressante Anwendung von Antichronitoneneffekten ist das Duckenburgh - Tarnspray  (FC 189/2 / TGDD 1). Das aufgesprühte Mittel bildet eine Art supraleitendes Antichronitonenfeld, das von elektromagnetischer Strahlung verlustfrei, insbesondere ohne Zeitverlust, durchdrungen werden kann. Darin befindliche Körper sind daher unsichtbar.

Selbst Zeitreisen sind bei einer kombinierten Anwendung von Kräutertees und Tanz (wahrscheinlich induziert durch schnelle Rotation) im Bereich des Möglichen (FC 328 / TGDD 94).

 

ANTIGRAVITONEN

 

Eine von Düsentrieb gerne angewendete Technologie  ist die Antischwerkraft - Technologie, die auf der praktischen Anwendung von Anamaterie beruht. In Düsentriebs Werkstatt finden wir neben dem bereits erwähnten Ballongas (WDC 242 / TGDD 30/3). z.B. antigravitatives Wasser (U$ 15/3 CBL-DÜ1) sowie eine ganze Reihe von mehr oder weniger hochtechnisierten Festkörper - Anwendungen:

Die Schwebematte (U$ 14/3 CBL-DÜ1), das Schwebmobil (U$ 17/3 CBL-DÜ1),
oder der Luftroller (FC 1047/3/ BL-DÜ 3)seien hier nur als Beispiele genannt. Diese Geräte funktionieren durch die einfache Verwendung von Materialien mit negativer Masse.  

Ingenieur Düsentrieb ist jedoch wie bereits erwähnt mit dem "Dingsda" (FC 1095/4 / BL-DÜ 4) auch die künstliche Herstellung von Gravitonen und Antigravitonen gelungen

 

 

STRAHLUNG UNBEKANNTER WELLENLÄNGE

 

Weitere interessante Anwendungen ergeben sich durch die Nutzung der dritten Teilchenart des Quakzerfalls, der Strahlung unbekannter Wellenlänge.

 

Da die Wellenlänge dieser Strahlung prinzipiell unbekannt ist, gilt dies eigentlich auch für ihre Eigenschaften. Andererseits ist es ohne weiteres möglich, einzelne Wellenlängenbereiche als bekannt zu definieren und diese messtechnisch zu erfassen. Da aufgrund des Quakzerfalls Strahlung unbekannter Wellenlänge allgegenwärtig ist, benötigen entsprechende bildgebende Verfahren keine besonderen Strahlungsquellen, wie dies etwa bei Röntgengeräten der Fall ist.
Beispiele sind das sog. "Röntgengerät" mit dessen Hilfe der Duckenburgh - Schatz lokalisiert wird (FC 189/2 / TGDD 1) oder das von Herrn Donald Duck gebastelte "Radargerät" (WDC 60 / MM 11/52). Strahlung unbekannter Wellenlänge ist also in der Lage, Festkörper ohne weiteres zu durchdringen.
Ihre Reichweite innerhalb der Atmosphäre ist daher erheblich. Hier ein Detektor für sog. "Uranknöpfe" (WDC 191 / MM 12/1957), dessen Reichweite bekanntlich weit über diejenige normaler nuklearer Strahlung hinausgeht.
Eine wirksame Abschirmung der Strahlung durch Holzzäune kann nicht als gesichert gelten (CPG Y-1 / CBL-DD 6).

 

ATOMCHEMIE

 

 
Es ist bereits von GERBER festgestellt worden, daß im Entenhausen - Universum nukleare Prozesse durch chemische ausgelöst werden können. Die bekanntesten Beispiele sind der Zündmechanismus der Duckschen Atombombe (Zündschnur!) oder die gigantischen Geschwindigkeiten, zu denen Entenhausener Raumfahrzeuge fähig sind. In diese Reihe können auch Sprengstoffe wie das Duckamit oder derjenige des Wanzenprofessors gestellt werden. Ein Schluck Flüssige Isotopen birgt eine Energiemenge, die nur durch die direkte Umwandlung von Masse in Energie erklärt werden kann (WDC 107 / MM 2/52).














Dies gilt grundsätzlich auch für die anderen erwähnten Kraft- und Sprengstoffe.und selbstverständlich für Raketentreibstoffe, die auf der Kombination chemischer wie physikalischer Effekte beruhen (WDC 212 / TGDD 131/3). Feuerwasser, Atomsud und Kugelblitze dürfen daher in keinem Labor, welches sich mit Quak - Technologie beschäftigt, fehlen. (WDC 212 / TGDD 131/3).  Dies gilt insbesondere auch für Kometenkerne (CG 1947 / BL-DD 6).
Radioaktive Elemente werden zu solchen Zwecken im übrigen auch industriell hergestellt ( WDC 95 / MM 1/51).

 

Auf welche Form des Quakzerfalls die Umwandlung unedler Metalle in Gold zurückzuführen ist, wurde bislang noch nicht abschließend geklärt (U$ 10 / BL-OD 8). Wahrscheinlich ist jedoch, daß es sich auch hier um Strahlung unbekannter Wellenlänge handelt, da in der Nähe der Strahlungsquelle (außer der Elementarumwandlung selbst) keine sonderlich unwahrscheinlichen Ereignisse stattfinden.

2.6       Physiologische Wirkungen

Antichronitonen entstehen ständig im Schwerefeld von stella anatium; diese Antichronitonen - Hintergrundstrahlung bewirkt eine allgemeine Unwahrscheinlichkeit, die sich ständig auf die Materie auswirkt. Dies kann Phänomene wie die spontane Polydaktylie, oder die plötzliche Vermehrung von Zierfischen oder Telefonwähllöchern zur Folge haben. Demnach ist die Veränderung von Materie in Entenhausen eigentlich der Normalfall. Belebte Materie wie das Morphothel scheint sich im übrigen eher zu verändern als unbelebte.
Bei unbelebter Materie ist oft eine Verhärtung zu verzeichnen, hier hervorgerufen durch eine hohe Konzentration an Super Meson 235 (U$ 19/3 / CBL-DÜ1/9). Die physiologische Wirkung tritt hier aber nur mittelbar ein.

Die ständige Anwesenheit von Teilchen, welche sich rückwärts in der Zeit bewegen, hat Auswirkungen auf den allgemeinen Zeitfluß. Bestimmte physikalische und chemische Prozesse laufen daher verlangsamt ab. Dies gilt insbesondere für physiologische Prozesse. Aus diesem Grunde altern Entenhausener extrem langsam. Finanzmagnet Dagobert Duck müsste weit über 100 Jahre alt sein, und Tick, Trick und Track Duck erleben etwa 2 Dutzend Weihnachtsfeste, ohne Spuren von Alter oder Wachstum zu zeigen.

 

Bei der Einwirkung höherer Energiemengen können verschiedene physiologische Wirkungen beobachtet werden.

 

Diese reichen von unangenehmem Gliederzucken (WDC 278 / TGDD 135)

über eine Hyperaktivität des muskulösen Apparates  (FC 1184/4 / CBL-DÜ 5),


hier bei gleichzeitigem krankhaft gesteigertem Appetit (WDC 107 / CBL 16),
bis hin zur Dematerialisation von Haar bei akuter Überdosierung (CPG Y-1 / CBL-DD 6).
Bei chronischer Überdosierung ist zudem mit einer Verfärbung der Augen, in schweren Fällen auch mit einer totalen Versteigung der Gliedmaßen, zu rechnen (U$ 10 / BL-OD 8).

Bei extrem hohen Dosen kommt es gar zu einer augenblicklichen Versteinerung (U$ 8/2 / TGDD 7).

 Die Gefahren der Anwendung von Quaktechnologie sind also nicht zu unterschätzen.

3.      Zusammenfassung

 

Die Einführung der Quaks und ihrer Zerfallsprodukte in den Teilchenzoo des Entenhausen - Universums versetzt uns in die Lage, eine Vielzahl bislang problematischer Phänomene erschöpfend zu erklären. Im einzelnen sind dies

·        Die Existenz von Substanzen mit negativem Gewicht

·        Die Existenz einer Reihe von neuen chemischen Elementen mit teils exotischen Eigenschaften

·        Barksonen eröffnen einen theoretischen Informationsfluß zwischen dem Universum Entenhausens und dem unsrigen.

·        Der Glückszehner und die Sanduhr von No Issa sowie anderer Glücksbringer

·        Die Zauberkräfte der Hexen

·        Das Glück von Gustav Gans

·        Die zeitweise Aufhebung des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik

·        Die Funktionsweise einer Reihe von Gerätschaften wie z.B. der Luftroller, das Tarnspray, der Atomdezimator, die Zeitkamera, der Idol - Irritator und das Dingsda.

·        Physiologische Effekte vom Haarausfall über Gliederzucken bis hin zur Versteinerung.

Antichronitonen verändern die Welt. Die von Entenhausen und auch die von Klaus Bohn: Die Existenz Entenhausens ist nunmehr wissenschaftlich bewiesen.



[1] Den Begriff soll der Entdecker der Quarks, Murray GELL - MANN, der Phantasiebezeichnung eines schemenhaften Wesens aus dem Roman Finnegans Wake seines Lieblingsautors James JOYCE entlehnt haben.

[2] Den Begriff soll der Autor der Lautäußerung einer Figur seines Lieblingsautors Carl BARKS entlehnt haben.

[3] Näheres hierzu bei MARTIN, P.: Besondere physikalische Eigenschaften der Atmosphäre auf stella anatium und deren Einfluß auf die anatide Evolution. DD 93, Hamburg 1995.

[4] Bemerkenswert ist hierbei auch, daß die Regel Kraft = Gegenkraft hier keine Gültigkeit zu haben scheint. Eine Auslenkung des freischwebend aufgehängten Apparates ist nicht zu beobachten.

[5] DARWIN, PATRICK: Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl. DD 104, pp. 16 ff, Berlin 1998.

[6] VON STORCH, HANS: "Klima in Entenhausen - physikalische Grundlagen", HD 13, pp. 10-13, Hamburg 1978.

[7] siehe hierzu auch HÄNSEL, H.R.: "Gustav  Gans' Glück", HD 12, pp 18-19, Hamburg 1978.

[8] Th. GERBER: Strahlende Macht. Atomenergie und ihre Nutzung in Entenhausen. Vortrag auf dem 22. Kongreß der D.O.N.A.L.D in Achim. DD 108.



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